Eisig kalt, rote Lok und Schneeanzüge

Pfui, pfui, pfui. War das kalt und unwirtlich am Sonntag. Das Thermometer zeigt minus drei Grad, mit dem schneidenden Wind fühlt es sich an wie minus zehn. Der Schnee fällt waagerecht. Das Wasser in der Förde steht hoch. Ein Teil der Bahnhofsbrücke ist überschwemmt.

Zu entdecken gab’s auch was: zum ersten Mal habe ich gesehen, dass die Bahnschranken beim blauen Engel geschlossen waren und ein Güterzug von der Stena zum Güterbahnhof fährt. Einige Zeit später kommt die Lok wieder zurück.

Auf der roten Lok steht ein Mann in orange. Die Lok hält kurz vor den Bahnübergang, der Mann springt herunter, fummelt an einem kleinen grauen Kasten, steigt wieder auf. Die Schranke schließt sich. Die Lok passiert. Und die Schranke öffnet sich wieder, ohne dass der Mann in orange die Lok verlassen hat.

Das finde nicht nur ich interessant, sondern auch ein paar in Schneeanzüge eingemummelte Kinder. Warum tragen wir Erwachsenen eigentlich keine Schneeanzüge mehr? Das wäre bei dem Wetter mehr als angebracht.

Meinen ersten Schneeanzug bekam ich in dem Jahr der Schneekatastrophe. Der Anzug war dunkelblau. Meine Handschuhe rot. Damit konnte ich den ganzen Nachmittag im Schnee spielen. Abends kam der Anzug auf die Heizung und war nächsten Tag wieder startklar.

Aber jetzt will ich eigentlich gar keinen Schneeanzug mehr. Ich will das wieder die Sonne scheint und es aufhört zu schneien. So wie letzte Woche. Und gefühlte minus zehn Grad will ich auf keinen Fall mehr.

4 Gedanken zu „Eisig kalt, rote Lok und Schneeanzüge

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