Fischerstechen in Sète

FischerstechenCanaldeSète

Erst Blaskapellenmusik, dann Oboenklänge, dann eine jubelnde Menge. Was mag da los sein, fragen wir uns auf dem Weg vom Sèter Bahnhof Richtung Mittelmeer.

Am Canal de Sète sehen wir eine Tribühne mit Blaskapelle. Auf dem Wasser zwei große Ruderboote mit jeweils zehn Ruderern, je einem Oboen- und Tambourinspieler. Am Heck steht jeweils ein Mann mit einem Holzspeer und einem Schild.

Die Oboe spielt auf und die beiden Schiffe rasen aufeinander zu. Die Männer am Heck heben ihre Lanze und versuchen einander aus dem Boot zu stoßen. Wie bei einem Ritterturnier nur auf dem Wasser.

Die Menge jubelt und die Blaskapelle musiziert, wenn einer der Kämpfer den anderen ins Wasser schubst. Dann steigt ein neuer Kämpfer aufs Heck und das Spiel beginnt von Neuem.

Eine Orangina lang sehen wir dem Treiben zu und freuen uns, das wir gerade den Sonntag im Jahr erwischt haben an dem dieses Spektakel stattfindet.

Später lese ich, dass das Fischerstechen, wie das ganze heißt, von Juni bis September stattfindet und der Jahressieger unsterblich wird, weil sein Name in irgendeine Steinplatte eingemeißelt wird.

Ein Gedanke zu „Fischerstechen in Sète

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