„Toter Arm“ in Holtenau

Eigentlich wollte ich nach Strande, aber als wir über die Holtenauer Hochbrücke fahren, sehe ich zwei Containerschiffe, die aus dem Kanal in die Schleuse fahren wollen und auch auf der Förde wartet schon ein Frachtschiff auf Einfahrt in den Kanal. Da möchte ich gleich auf die Schleuseninsel und schauen.

Gesagt, getan, enttäuscht. „Besichtigungen auf der Schleuseninsel sind zurzeit leider nicht möglich. Die Schleusenanlage wird ab 2013 in mehreren Teilabschnitten zukunftsfähig gemacht“, erklärt ein Glaskasten.

Wir gehen bis zu einem Tor mit Gegensprechanlage, ein Polizeiwagen bekommt Einlaß, wir natürlich nicht. Aber die Brücke auf der wir stehen zieht unser Interesse auf sich. Unter ihr sind große geöffnete Holztore. Die sehen aus wie zur Entwässerung.

Die Holztore markieren das Ende eines Seitenarms des Kanals, der entlang der nördlichen Kanalinsel und der Holtenauer Kanalstraße fließt. Wir spazieren den Uferweg entlang.

Das Holz auf dem Wasser halten wir für Schwimmstege oder Schlengel, wie wir sie früher im alten Meldorfer Hafen genannt haben. Mein Mann: „Die sehen aber wackelig aus.“ Ich: „Sind sie auch. Deshalb ist mein Spielfreund Knut damals ins Wasser gefallen.“

Auf Holtenau-Info erfahre ich, dass es Flöße aus Baumstämmen sind, die zum Bau von Dückdalben verwendet werden. Dass der „tote Arm“ des Kanals tatsächlich der Entwässerung dient, besonders nach starken Regenfällen, damit unter den Kanalbrücken immer genug Höhe für die Schiffe ist. Und dass er die Mündung des alten Eiderkanals ist.

Die Kanalschleusen schaue ich mir dann in einigen Jahren an, die Bauarbeiten verzögern sich doch bestimmt. Aber ganz bald fahre ich nach Strande.

4 Gedanken zu „„Toter Arm“ in Holtenau

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