Das Fernrohr

Fernrohrtier

Das blaue Fernrohr auf der Kiellinie hat es mir angetan. Schon als Kind haben mich diese Dinger fasziniert. Durfte aber nie durch eines durchschauen, weil sich das nicht lohnt, haben meine Eltern gesagt. Und verdammt, sie haben Recht gehabt. Jedenfalls zum Teil.

Das Fernrohr hat mir den Leuchtturm, das Ehrenmal, die Fördedampfer und eine rote Tonne dichter heran geholt. Fand ich nicht so spannend, weil ich nicht wirklich viel mehr sehen konnte als ohne Fernrohr und irgendwie kenne ich die Ansichten ja auch schon. Da kann das Fernrohr wiederum nichts dafür.

Am besten hat mir gefallen, mit dem Fernrohr das Fördewassser dichter heranzuholen und zuzuschauen, wie die Wellen ganz dicht vor meinen Augen lustig auf und ab geschaukelt sind.

Nach einer Minute und 24 Sekunden – ja, ich hab’s echt gestoppt – fällt das 50-Cent-Stück mit einem Klack in den Geld-Sammel-Kasten und das Fernrohr schließt die Sicht. Während des Schauens gab’s kein Surren oder so, das hatte ich bei so einem Metall-Teil erwartet.

2 Gedanken zu „Das Fernrohr

  1. Mensch, das kleine blaue Fernrohr sieht ganz schön pausbäckig aus, gar nicht so wie die roten Bezahlfernrohre aus meiner Kindheit. Die waren viel schlanker und erinnerten eher an Bezahlgewehre als an Fernrohre…

  2. Pingback: Zusammenfassung der Woche ab 01.06.2015 | Iron Blogger Kiel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.